ETF oder Einzelaktien?
Die wichtigste Weiche für jeden Depot-Einsteiger — und eine, bei der die ehrliche Antwort unbequem ist: Für die meisten Anleger schlägt der langweilige ETF das spannende Stock-Picking.
Was für den ETF spricht
- Streuung ab dem ersten Euro: Ein weltweiter ETF (MSCI World, FTSE All-World) verteilt das Kapital auf 1.500+ Unternehmen. Eine Pleite fällt nicht ins Gewicht.
- Kein Wissensvorsprung nötig: Wer Einzelaktien kauft, wettet implizit, mehr zu wissen als der Markt — gegen Profis mit Vollzeit-Research.
- Kosten & Zeit: 0,1–0,2 % laufende Kosten, null Analyseaufwand, Sparplan läuft automatisch.
Was für Einzelaktien spricht
- Lerneffekt: Nichts lehrt Börse so gründlich wie eigene Positionen mit echtem Geld.
- Dividendenstrategie: Gezielter Cashflow-Aufbau ist mit Einzeltiteln direkter steuerbar.
- Überzeugungsfälle: Wer ein Geschäftsmodell tief versteht, darf davon profitieren wollen.
Die pragmatische Antwort: Core-Satellite
80–90 % des Depots in einen weltweiten ETF als Kern („Core"), 10–20 % in ausgewählte Einzelaktien als „Satelliten". So arbeitet der Zinseszins auf breiter Basis, während Lernkurve und Spieltrieb einen begrenzten, ungefährlichen Raum bekommen. Umsetzbar bei jedem Broker aus dem Vergleich — die Sparplan-Konditionen entscheiden.
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