Ordertypen: Limit, Market, Stop-Loss & Co. erklärt

Die Orderart entscheidet, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen gehandelt wird — und ist damit das wichtigste Werkzeug gegen unnötige Verluste beim Kauf und Verkauf.

Market-Order („billigst"/„bestens")

Kauft oder verkauft sofort zum nächsten verfügbaren Kurs. Schnell, aber ohne Preisschutz — in engen Märkten oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann der Ausführungskurs unangenehm abweichen. Empfehlung: nur bei sehr liquiden Werten zur Börsen-Kernzeit.

Limit-Order

Definiert den maximalen Kaufpreis bzw. minimalen Verkaufspreis. Wird das Limit nicht erreicht, passiert nichts. Empfehlung: der Standard für alle Privatanleger — immer.

Stop-Loss

Löst beim Unterschreiten eines Kursniveaus automatisch einen Verkauf aus (als Market- oder Limit-Variante). Schützt Gewinne und begrenzt Verluste — mit dem bekannten Risiko, in kurzen Abwärtsspitzen „ausgestoppt" zu werden.

Stop-Buy

Kauft erst, wenn der Kurs ein Niveau überschreitet — klassisch für Ausbruchsstrategien oder zum Absichern von Short-Positionen.

Trailing-Stop

Ein Stop-Loss, der steigenden Kursen automatisch im definierten Abstand folgt. Praktisch für langfristige Positionen, deren Gewinne man laufen lassen, aber absichern will.

Gültigkeit nicht vergessen

Jede Order hat eine Laufzeit: tagesgültig, „good till cancelled" (meist max. 90–360 Tage) oder datumsbestimmt. Abgelaufene Limits sind ein häufiger Grund, warum „die Order nie ausgeführt" wurde.

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