eToro: Depot im Test

Die internationale Plattform mit den flexibelsten Einzahlungswegen: echte Aktien ohne Orderkommission, Einzahlung per PayPal, Skrill oder Karte — dafür USD-Kontoführung.

★ 4.1von 5 Punkten
0 €Depotführung
0 % Kommission auf Aktien*Orderkosten

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026

Orderkosten0 % Kommission auf Aktien*
Depotführung0 €
Sparplänekeine klassischen Sparpläne
HandelsplätzeeToro-Plattform (int.)
BesonderheitPayPal-, Skrill- & Karteneinzahlung, Copy Trading

eToro fällt in diesem Vergleich bewusst aus dem Rahmen — und füllt genau damit eine Lücke: Als einzige relevante Plattform akzeptiert sie Einzahlungen per PayPal, Skrill, Neteller und Kredit- oder Debitkarte und bietet trotzdem echte Aktien (keine reinen CFDs) ohne Orderkommission. Das EU-Geschäft läuft über eine zyprische Gesellschaft unter Aufsicht der CySEC.

Bekannt geworden ist eToro als Pionier des Social Trading: Die Plattform verbindet Brokerage mit Community-Funktionen, und das CopyTrader-Feature spiegelt auf Wunsch automatisch die Strategien anderer Anleger ins eigene Depot. Über 3.000 Aktien und ETFs internationaler Börsen sind handelbar, Bruchstückkauf inklusive.

Für alle, die gezielt wegen der Zahlungswege hier landen: Unser Überblick zum Aktienkauf mit PayPal ordnet ein, wann sich dieser Weg lohnt — und wann ein deutscher Broker die bessere Wahl ist.

Kosten im Detail — ehrlich gerechnet

„0 % Kommission" gilt für den Kauf und Verkauf echter Aktien. Verdient wird an anderer Stelle: Das Konto läuft in US-Dollar, sodass bei jeder Euro-Einzahlung und -Auszahlung eine Währungsumrechnungsgebühr anfällt (typischerweise unter 1 %, je nach Einzahlungsweg, Stand der Redaktion). Dazu kommt eine feste Auszahlungsgebühr von wenigen Dollar.

Nach längerer Inaktivität wird typischerweise eine monatliche Gebühr fällig. Übernachtgebühren betreffen nur gehebelte CFD-Positionen, nicht den echten Aktienbesitz. Wer regelmäßig in Euro ein- und auszahlt, sollte die Umrechnungskosten realistisch gegen die gesparten Ordergebühren rechnen — bei kleinen Beträgen kann die Bilanz schnell kippen.

Ein Zahlenbeispiel: Wer 1.000 € einzahlt, verliert bei der Umrechnung in Dollar typischerweise einen einstelligen Euro-Betrag, beim späteren Rücktausch erneut — plus die feste Auszahlungsgebühr. Bei einer Haltedauer von mehreren Jahren und ordentlicher Rendite fällt das kaum ins Gewicht; wer monatlich ein- und auszahlt, verbrennt dagegen spürbar Rendite. Die genauen Sätze hängen vom Einzahlungsweg ab und ändern sich gelegentlich.

Positiv: Es gibt keine Depotgebühr, keine Orderprovision auf echte Aktien und ein kostenloses Demokonto mit virtuellem Guthaben, mit dem sich die Plattform risikofrei testen lässt. Die Preisstruktur ist auf der Website transparent dokumentiert — man muss sie nur lesen (Stand der Redaktion). Wer eToro primär als PayPal-Zugang zum Aktienmarkt nutzt, sollte Einzahlungen bündeln statt zu stückeln.

Handelsplätze & Produktangebot

Gehandelt wird nicht über deutsche Börsen, sondern direkt auf der eToro-Plattform, die Orders an internationalen Märkten ausführt. Verfügbar sind Aktien aus den USA, Europa und Asien, dazu ETFs, Kryptowährungen, Rohstoffe und Devisen — Letztere überwiegend als CFDs, was Einsteiger klar trennen sollten: echter Aktienkauf ja, gehebelte CFDs nur mit Erfahrung.

Klassische deutsche Sparpläne mit automatischer Lastschrift gibt es nicht; wiederkehrende Käufe muss man manuell oder über Plattform-Funktionen abbilden. Auch deutsche Nebenwerte sind teils nicht verfügbar.

App & Plattform im Alltag

Web-Plattform und App sind modern, mehrsprachig und auf Einsteiger zugeschnitten; die Social-Feeds zu jedem Wert sind ein eigenes Erlebnis, ersetzen aber keine Analyse. Limit- und Stop-Orders sind vorhanden — die Grundlagen dazu liefert unser Beitrag zu den Ordertypen.

CopyTrading ist Chance und Risiko zugleich: Kopierte Trader zeigen historische Renditen, die keine Garantie für die Zukunft sind — Verluste kopiert man mit. Der Support läuft über Tickets und Chat, deutschsprachig, aber mit teils langen Reaktionszeiten.

Die Kontoeröffnung dauert nur wenige Minuten; die vollständige Verifizierung mit Ausweis- und Adressnachweis sollte man direkt anschließen, da sie für Auszahlungen zwingend ist. Zwei-Faktor-Authentifizierung ist verfügbar und sollte aktiviert werden. Das virtuelle Portfolio eignet sich, um Ordermaske, CopyTrading und die Unterscheidung zwischen echten Aktien und CFDs gefahrlos zu üben.

Für deutsche Anleger wichtig: Kursanzeige und Abrechnung erfolgen in Dollar, die eigene Steuerdokumentation muss mitgeführt werden, und deutsche Handelsplätze mit ihren Regeln und Zeiten spielen hier keine Rolle. Teilaktien ab kleinen Dollar-Beträgen senken zwar die Einstiegshürde — wer aber primär deutsche Standardwerte kaufen will, hat bei heimischen Brokern die einfachere Infrastruktur.

Ein- & Auszahlung

Hier liegt eToros Alleinstellungsmerkmal: Einzahlungen per PayPal, Skrill, Neteller, Kredit-/Debitkarte, Sofortüberweisung oder Banküberweisung — die meisten Wege mit sofortiger Gutschrift. Mindest-Einzahlungen und Umrechnung in USD sind zu beachten (Stand der Redaktion).

Auszahlungen erfordern eine Mindestsumme, kosten eine feste Gebühr und laufen zurück auf den Einzahlungsweg. Die Verifizierung (Ausweis, Adressnachweis) muss vor der ersten Auszahlung abgeschlossen sein — das sollte man direkt nach der Anmeldung erledigen.

Sicherheit, Einlagenschutz & Steuern

Das EU-Geschäft von eToro wird von der zyprischen CySEC reguliert; echte Aktien werden für den Kunden verwahrt und bleiben dessen Eigentum. Guthaben fällt jedoch nicht unter die deutsche Einlagensicherung von 100.000 €, sondern unter den zyprischen Anlegerentschädigungsfonds mit deutlich niedrigeren Deckungssummen (typischerweise bis 20.000 €).

Der wichtigste Unterschied zu deutschen Brokern ist steuerlich: eToro führt keine Abgeltungssteuer automatisch ab. Gewinne, Dividenden und Verluste müssen Anleger selbst in der Steuererklärung über die Anlage KAP deklarieren — inklusive Umrechnung der USD-Beträge. Wer das scheut, ist bei einem deutschen Broker besser aufgehoben; die Grundlagen erklärt unser Beitrag Aktien und Steuern.

Für wen geeignet? Unser Fazit

eToro ist die richtige Wahl für Anleger, die per PayPal, Skrill oder Karte einzahlen wollen, international gestreut kaufen oder CopyTrading ausprobieren möchten — und die bereit sind, Währungskosten und die eigene Steuererklärung in Kauf zu nehmen.

Reine Euro-Sparplan-Anleger fahren mit einem deutschen Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital günstiger und bequemer. Wie der Einstieg dort abläuft, zeigt unsere Anleitung zum Aktienkauf.

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Häufige Fragen zu eToro

Ist eToro seriös und sicher?

eToro ist ein etablierter, seit 2007 aktiver Anbieter; das EU-Geschäft läuft über eine zyprische Gesellschaft unter Aufsicht der Finanzaufsicht CySEC. Echte Aktien werden für den Kunden verwahrt und bleiben dessen Eigentum. Wichtiger Unterschied zu deutschen Brokern: Guthaben ist nicht über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt, sondern über den zyprischen Anlegerentschädigungsfonds mit deutlich niedrigerer Deckung (typischerweise bis 20.000 €). Seriös ja — aber mit einem anderen Schutzniveau als bei einer deutschen Bank.

Wie funktioniert die Einzahlung per PayPal bei eToro?

Nach der Registrierung wählst du im Einzahlungsmenü PayPal als Methode, gibst den Betrag ein und bestätigst die Zahlung im PayPal-Login — die Gutschrift erfolgt in der Regel sofort. Zu beachten: Das eToro-Konto wird in US-Dollar geführt, bei Euro-Einzahlungen fällt daher eine Währungsumrechnungsgebühr an (typischerweise unter 1 %, Stand der Redaktion). Auszahlungen laufen zurück auf den Einzahlungsweg und kosten eine feste Gebühr. eToro ist damit eine der ganz wenigen Möglichkeiten, echte Aktien per PayPal-Guthaben zu kaufen.

Muss ich eToro-Gewinne selbst versteuern?

Ja — das ist der wichtigste Unterschied zu deutschen Brokern. Als zyprischer Anbieter führt eToro keine deutsche Abgeltungssteuer automatisch ab. Kursgewinne, Dividenden und Verluste musst du selbst in der Steuererklärung über die Anlage KAP angeben; USD-Beträge sind dafür in Euro umzurechnen. eToro stellt Kontoauszüge und Steuerreports bereit, die Arbeit bleibt aber beim Anleger. Wer keine Lust auf diesen Aufwand hat, sollte einen deutschen Broker wählen, der die Steuer automatisch einbehält und abführt.

Kaufe ich bei eToro echte Aktien oder CFDs?

Beides ist möglich — und die Unterscheidung ist wichtig. Kaufst du eine Aktie ohne Hebel (Hebel x1), erwirbst du typischerweise die echte Aktie, die für dich verwahrt wird; dafür gilt die 0-%-Kommission. Sobald du einen Hebel einsetzt oder auf fallende Kurse setzt (Short), handelst du einen CFD — ein Derivat mit Übernachtgebühren und deutlich höherem Risiko. Einsteiger sollten konsequent beim echten Aktienkauf ohne Hebel bleiben und CFDs meiden; die Plattform kennzeichnet beide Varianten in der Ordermaske.

Was kostet eToro wirklich?

Die Orderkommission für echte Aktien beträgt 0 % — die Kosten stecken woanders: Da das Konto in US-Dollar geführt wird, fällt bei jeder Euro-Ein- und -Auszahlung eine Umrechnungsgebühr an (typischerweise unter 1 %, je nach Methode). Auszahlungen kosten zusätzlich eine feste Gebühr von wenigen Dollar, und nach zwölf Monaten ohne Login wird typischerweise eine monatliche Inaktivitätsgebühr fällig (Stand der Redaktion). Übernachtgebühren betreffen nur CFD-Positionen. Für Buy-and-Hold mit seltenen Auszahlungen bleibt die Kostenbilanz ordentlich, für häufige Euro-Transfers nicht.

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