Consorsbank: Depot im Test
BNP-Paribas-Tochter mit solidem Vollsortiment und regelmäßig attraktiven Neukunden-Aktionen für Trades und Depotwechsel.
Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026
| Orderkosten | 4,95 € + 0,25 % (min. 9,95 €) |
|---|---|
| Depotführung | 0 € |
| Sparpläne | ab 10 €, große Auswahl |
| Handelsplätze | Alle dt. Börsen, Tradegate |
| Besonderheit | Starke Neukunden-Konditionen |
Die Consorsbank gehört zum französischen Großbankkonzern BNP Paribas und spielt im selben Segment wie ING und comdirect: kostenlose Depotführung, alle Handelsplätze, breites Produktsortiment und klassische Orderpreise. Ihre Wurzeln als Consors gehen bis in die Anfänge des deutschen Discount-Brokerage zurück.
Auffälligstes Merkmal sind die regelmäßig sehr attraktiven Neukunden- und Depotwechsel-Aktionen: vergünstigte Trades für einen längeren Zeitraum, teils Prämien für übertragene Depotvolumina. Wer ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, findet hier oft die besten Einstiegskonditionen unter den Banken.
Was beim Depotübertrag und der ersten Order zu beachten ist, fasst unsere Anleitung zum Aktienkauf zusammen.
Kosten im Detail
Regulär kostet eine Order typischerweise 4,95 € plus 0,25 % vom Volumen — mindestens 9,95 €, gedeckelt bei 69 € (Stand der Redaktion), plus Handelsplatzentgelte. Neukunden handeln in den ersten Monaten häufig für einen reduzierten Aktionspreis von wenigen Euro je Order.
Sparpläne starten ab 10 € Rate; die Ausführung kostet typischerweise einen prozentualen Anteil, eine wechselnde Auswahl an Aktions-ETFs ist gebührenfrei. Die Depotführung ist dauerhaft kostenlos — ohne Bedingungen, was gegenüber comdirect ein Pluspunkt ist. Auf dem Verrechnungskonto gibt es für Neukunden zeitweise attraktive Aktionszinsen.
Beispielrechnung: Eine 1.000-€-Order kostet regulär den Mindestpreis von 9,95 € — knapp 1 % des Einsatzes. Im Aktionszeitraum für Neukunden sinkt derselbe Trade typischerweise auf wenige Euro. Bei einer 10.000-€-Order fallen regulär rund 29,95 € an; hier liegt die Consorsbank gleichauf mit ING und comdirect, aber weit über Neobroker-Niveau. Wer überwiegend kleine Beträge investiert, sollte deshalb konsequent die Sparplan-Schiene nutzen statt Einzelorders zu platzieren.
Für Vieltrader existiert ein gestaffeltes Rabattprogramm, das die Volumenprovision ab hoher Orderzahl senkt (Stand der Redaktion). Dividenden deutscher und vieler ausländischer Titel werden kostenlos verbucht; für befristete Zins- und Trade-Aktionen gilt wie immer: Bedingungen genau lesen.
Handelsplätze & Produktangebot
Gehandelt wird an allen deutschen Börsen inklusive Xetra sowie außerbörslich über Tradegate und weitere Direkthandelspartner — Tradegate mit langen Handelszeiten bis 22 Uhr. Auch ausgewählte Auslandsbörsen sind erreichbar, mit entsprechend höheren Gebühren.
Das Sortiment umfasst Aktien, ETFs, über tausend sparplanfähige Titel, Fonds, Anleihen, Zertifikate und Hebelprodukte. Für Vieltrader gibt es gestaffelte Rabattprogramme, die die Ordergebühren ab hoher Handelsaktivität senken.
Sparpläne gibt es auf über tausend Titel ab 10 € Rate mit flexiblen Intervallen und Dynamisierungsoption; auch Aktien- und Zertifikate-Sparpläne sind möglich. Die reguläre Ausführungsgebühr liegt typischerweise bei einem kleinen Prozentsatz der Rate — kostenlose Aktions-ETFs großer Anbieter drücken die Kosten für Standard-Portfolios auf null (Stand der Redaktion).
Auch Neuemissionen lassen sich zeichnen, und das Anleihen- und Fondsgeschäft ist vollwertig ausgebaut. Wer internationale Direktbörsen wie die NYSE ansteuern will, kann das gegen erhöhte Gebühren ebenfalls — für gelegentliche Auslandsorders ausreichend, für US-lastige Strategien gibt es günstigere Spezialisten wie flatex. Damit bleibt die Consorsbank ein echter Vollsortimenter, dessen Stärken vor allem in der Breite liegen.
App & Plattform im Alltag
Web und App decken den Standard sauber ab: Ordermaske mit allen wichtigen Ordertypen, Watchlists, Kursalarme und eine ordentliche Depotübersicht. Das ActiveTrader-Tool richtet sich an aktivere Nutzer mit Realtime-Kursen und erweiterter Charttechnik.
Ehrlicherweise wirkt die Plattform stellenweise in die Jahre gekommen — Navigation und Design sind funktional, aber nicht auf Neobroker-Niveau poliert. Der telefonische Kundenservice ist gut erreichbar, die Qualität der Auskünfte in Nutzerbewertungen gemischt.
Die Depoteröffnung erfolgt digital per Video-Ident und ist meist in einem Rutsch erledigt; das Verrechnungskonto wird automatisch miteröffnet. Depotüberträge zur Consorsbank sind kostenlos, werden online beauftragt und im Rahmen von Wechselaktionen teils zusätzlich honoriert.
Neben dem Depot bietet die Consorsbank Girokonto, Tagesgeld und Kredite — wer die Bank als Komplettlösung nutzt, profitiert von kurzen Wegen zwischen den Konten. Realtime-Kurse und erweiterte Datenpakete sind für aktive Nutzer zubuchbar; im Standard genügen die leicht verzögerten Kurse für Buy-and-Hold-Zwecke völlig. Die App bildet den Kernfunktionsumfang ab, wirkt aber weniger poliert als die Neobroker-Konkurrenz — funktional stört das kaum, optisch schon eher.
Ein- & Auszahlung
Das Verrechnungskonto wird klassisch per Überweisung oder Lastschrift bestückt; Auszahlungen aufs Referenzkonto sind kostenlos. Sparplanraten zieht die Bank auf Wunsch automatisch vom externen Girokonto ein. PayPal- oder Karteneinzahlungen existieren nicht — Alternativen dafür zeigt der Beitrag zum Aktienkauf mit PayPal.
Depotüberträge zur Consorsbank sind kostenlos und werden im Rahmen der Wechselaktionen teils sogar prämiert.
Sicherheit & Einlagenschutz
Die Consorsbank firmiert als deutsche Niederlassung der BNP Paribas und wird von der BaFin beaufsichtigt. Wertpapiere sind Sondervermögen und im Insolvenzfall geschützt; für Einlagen gilt die gesetzliche Sicherung bis 100.000 € pro Kunde über das französische Sicherungssystem der BNP Paribas, ergänzt um weitere Sicherungsmechanismen des Konzerns.
Als deutscher Broker führt die Consorsbank die Abgeltungssteuer automatisch ab — inklusive Verlusttöpfen und Freistellungsauftrag, wie im Beitrag Aktien und Steuern beschrieben.
Für wen geeignet? Unser Fazit
Die Consorsbank ist die erste Adresse für Depotwechsler, die Aktionskonditionen mitnehmen wollen, und für Anleger, die Wert auf die Stabilität eines europäischen Großkonzerns legen. Das bedingungslos kostenlose Depot und die volle Handelsplatz-Auswahl sind solide Argumente.
Nach Ablauf der Aktionszeiträume gelten allerdings klassische Bankpreise mit knapp 10 € Mindestgebühr — dann gilt dieselbe Logik wie bei ING und comdirect: fürs gelegentliche Anlegen gut, fürs häufige Handeln teuer. Kostenoptimierer vergleichen vorher mit Scalable Capital oder anderen Neobrokern.
Consorsbank ausprobieren?
Depot eröffnen und aktuelle Konditionen direkt beim Anbieter prüfen — oder alle 9 vergleichen.
Häufige Fragen zu Consorsbank
Was kostet ein Trade bei der Consorsbank?
Regulär kostet eine Order typischerweise 4,95 € Grundgebühr plus 0,25 % vom Ordervolumen — mindestens 9,95 €, maximal 69 €, zuzüglich Handelsplatzentgelt (Stand der Redaktion). Für Neukunden gelten in den ersten Monaten meist deutlich reduzierte Aktionspreise von wenigen Euro pro Order. Kleine Orders treffen damit schnell auf den Mindestpreis: Wer regelmäßig nur 500 € investiert, zahlt rund 2 % Gebühren je Kauf — hier sind Neobroker klar günstiger.
Ist die Consorsbank sicher?
Ja. Die Consorsbank ist die deutsche Marke der französischen Großbank BNP Paribas, einer der größten Banken Europas, und wird in Deutschland von der BaFin beaufsichtigt. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und bleiben auch bei einer Bankinsolvenz Eigentum des Kunden. Einlagen auf dem Verrechnungskonto sind bis 100.000 € pro Kunde über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Abgeltungssteuer wird wie bei allen deutschen Brokern automatisch einbehalten und abgeführt.
Lohnen sich die Neukunden-Aktionen der Consorsbank?
Häufig ja — sie gehören zu den attraktivsten am deutschen Markt. Typisch sind stark vergünstigte Trades für die ersten Monate nach Depoteröffnung sowie Prämien oder Gutschriften für übertragene Depotvolumina beim Wechsel (Stand der Redaktion; Aktionen ändern sich laufend). Wichtig ist der Blick auf die Zeit danach: Nach Ablauf der Aktion gelten die regulären Preise mit 9,95 € Mindestgebühr. Wer dauerhaft günstig handeln will, sollte die Aktion als Bonus betrachten, nicht als Dauerzustand.
Welche Sparpläne bietet die Consorsbank an?
Die Consorsbank bietet Sparpläne auf ETFs, Aktien, Fonds und Zertifikate ab typischerweise 10 € Sparrate, mit über tausend sparplanfähigen Titeln. Die Ausführung kostet regulär einen prozentualen Anteil der Rate; eine wechselnde Auswahl an Aktions-ETFs großer Anbieter lässt sich gebührenfrei besparen (Stand der Redaktion). Ausführungstermine und Dynamisierung sind flexibel einstellbar. Für reine ETF-Sparer mit Standardprodukten ist das Angebot solide, bei exotischeren ETFs lohnt der Kostenvergleich mit Neobrokern.
Ist das Depot der Consorsbank kostenlos?
Ja, die Depotführung ist dauerhaft und ohne Bedingungen kostenlos — es sind weder Mindestumsätze noch ein Girokonto oder ein aktiver Sparplan nötig (Stand der Redaktion). Damit unterscheidet sich die Consorsbank positiv von Anbietern, die das Gratis-Depot an Aktivitätsbedingungen knüpfen. Kosten entstehen erst beim Handeln über die Ordergebühren sowie gegebenenfalls für Zusatzservices wie Realtime-Kurspakete. Auch der Depotübertrag von und zu anderen deutschen Banken ist kostenfrei.